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MSV Bautzen 04 e.V. Mein Sportverein - Abteilung Hockey
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Spielbericht 4. Spieltag der Hallensaison 17/18 in der 2. MD Liga

Träume sind Schäume

MSV Bautzen 04 – Post SV Görlitz 3:3 (0:2)

Eine kleine Ewigkeit musste vergehen, bis die Hockeyherren aus Bautzen wieder zum Punktspielbetrieb auf Reisen gehen konnten.
Der dritte Tabellenplatz war Fluch und Segen zugleich, denn nur wenige Ausrutscher hätten das Aus für die Endrunde bedeutet.
Da kam Görlitz nicht gerade zur rechten Zeit als Gegner, da Bautzen gegen die Grenzstädter immer Leistungen zwischen Licht und Schatten auf das Parkett brachte.
Los ging es in der Messestadt.
Es ging von Anfang an hin und her, was die Chancenverteilung in der Begegnung anging.
Vorn zeigten sich die Offensivakteure meist nicht kaltschnäuzig genug und hinten rettete Robert oft im letzten Moment das Spielgerät vor der Torlinie.
Plötzlich sah Bautzen die Chance zu kontern und den ersten Treffer zu erzielen, doch der entscheidende Pass von Sebastian auf Maik wurde abgefangen und Görlitz konterte im Gegenzug effektiver.
Der Stürmer lief dabei auf den kurzen Pfosten und schob dann aus spitzem Winkel auf den langen Pfosten, wo der Schütze goldrichtig stand und zum 0:1 einschieben durfte.
Die Schlagzahl der Gäste wurde natürlich sofort erhöht, doch all der Druck brachte erst einmal nichts ein.
Vor allem Martin Böhmer blieb unter seinen Möglichkeiten und fand nicht so richtig ins Spiel.
Das ganze Team verfiel in alte Muster.
Viel zu viele Bälle wurden in die Spitze gedroschen, anstatt den Kopf mal zu heben und einen geregelten Spielaufbau zu inszenieren.
Natürlich wurden die Mundwerke auch wieder loser und dies brachte auch keine Pluspunkte.
Dies spürte auch der Gegner und so versenkte Görlitz auch noch das 2:0, bevor kurz darauf der Pfiff zur Halbzeit ertönte.

Die Pause kam allem Anschein nach wie gerufen, denn nach der kurzen Unterbrechung lief der MSV wieder druckvoll an.
Den nun fälligen Anschlusstreffer verzeichnete der Kapitän Maik Wobad für sein Team, nach einem starken langen Pass aus der Abwehr von Andreas Dreßler durfte er sich die Ecke frei auswählen und machte dies auch zum 2:1.
Allein dieses Tor sprengte die Ketten und Bautzen spielte spürbar freier auf.
So gelang nur 2 Minuten später dem Coach Sebastian Mücke, dank hervorragend vorgetragener Strafecke von Andreas und Martin der Ausgleichstreffer.
Doch das Ruder gaben die Oberlausitzer danach wieder ab und Görlitz biss sich Chance um Chance an Keeper Robert Müller die Zähne aus.
Selbst als bei einem Konter Robert nur noch mit einer etwas ungeschickten Grätsche und einem daraus resultierenden 7-Meter den Gegner auf Distanz halten konnte, behielt er die Nerven und gab seinen Jungs Rückendeckung.
Auch auf der Gegenseite stand ein schier unüberwindbarer Sportler zwischen den Pfosten und so gelang selbst bei Befreiungsaktionen kein Lucky Punch.
Nur noch wenige Minuten auf der Uhr und in beiden Teams war so ein wenig die Luft raus.
Görlitz schaffte es aber dennoch nach einer mehr als strittigen Situation des Unparteiischen erneut in Führung zu gehen.
Der Schiedsrichter schien die eindeutige Strafecke einfach nicht sehen zu wollen und hockte lieber lässig im Schusskreis, anstatt sich mit dem Spielgeschehen zu bewegen.
Im gleichen Atemzug lief Görlitz zum Konter an und traf zum 2:3 in die Maschen.
Nach dem wiederholten Rückschlag erneut die gleiche Situation mit dem Unparteiischen in der Hälfte von Görlitz.
Eine spürbare Ignoranz auf Spielsituationen und wieder gab es keine Ecke für Bautzen, sondern nur ratlose Blicke.
Die Männer vom MSV hielten mit den letzten Kraftreserven noch einmal dagegen und wurden spät aber nicht unverdient belohnt.
Maik Wobad lief von Abwehr bis zur Mitte des Spielfeldes mit dem gerade erhaschten Spielgerät und sah, wie sich Sebastian Mücke von der linken Ecke bis zum zweiten Pfosten schlich.
Der Pass kam genau zur rechten Zeit und Sebastian verwandelte aus der Drehung seinen Schlenzer zum 3:3.
Dies war zeitgleich auch der letzte Treffer der Begegnung und so trennte man sich mit einer gerechten Punkteteilung.

Cöthener HC 02 II – MSV Bautzen 04 6:4 (2:3)

Im zweiten Spiel des Tages wartete mit Köthen ein deutlich härterer Brocken auf die Senfstädter.
Dies machte das Team aus Sachsen-Anhalt auch gleich mit der ersten guten Möglichkeit deutlich.
Eine scharfe Hereingabe vom rechten Eck der Grundlinie landete direkt beim Adressaten, der nicht lang fackelte und Robert Müller zu einem Hechtsprung zwang, um das frühe Gegentor zu verhindern.
Der kleine Schock wirkte und ließ Bautzen die Flucht nach Vorn antreten, was sofort Früchte trug.
Der Kapitän spielte den Ball von der linken Außenbahn nach innen, wo sich Sebastian Mücke artig bedankte und trocken zum 0:1 einschob.
Lautstarke Diskussionen, dass der Ball hoch in den Schusskreis eindrang, flauten schnell ab, denn der Ball ging vom Handschuh des eigenen Abwehrspielers in die Höhe.
Den gelben Karton gab es als kleine Erziehungsmaßnahme gleich noch hinterher.
Diese Überzahl verschaffte etwas mehr Luft im Spielaufbau und schon rappelte es wieder im Karton.
Kurze Pässe von Sebastian auf Maik und final zu Martin überforderten die dezimierte Abwehr von Köthen und so kam das 0:2 fast schon mit Ansage.
Anstatt ab diesem Zeitpunkt etwas mehr Kontrolle zu übernehmen, zerpflückte sich das Team aus Bautzen wieder mit lautstarker Kritik auf dem Spielfeld.
Die zweite Vertretung des Cöthener HC münzte diese Unruhe in den Anschlusstreffer um und das trotz Unterzahl.
Erneut lernte man aus dem Fehler nicht.
Die erhöhte Lautstärke ließ wohl kurz die Sicherungen einiger Spieler durchbrennen, anders könnte man zumindest das höchst unsportliche Sliding-Tackling von Martin Böhmer und die gelbe Karte nicht erklären.
Sicherlich war diese Attacke nicht absichtlich und dem staubigen Boden geschuldet, dennoch war sie unnötig.
Das Team aus Köthen nahm ab diesem Zeitpunkt wieder in Vollzahl am Spiel teil und gab sofort den Ton an.
Starke Rettungsaktionen von Müller und Mücke auf der Linie nach einer Strafecke verhinderten erstmal Schlimmeres, nur wie lange sollte die 5-Mann-Mauer dem standhalten?
Tatsächlich hielt es bis zum Ablauf der Strafzeit von Martin.
Als Dank erkämpfte sich Böhmer direkt eine Chance, die er auf den heraneilenden Wobad legte und den alten 2-Tore-Vorsprung wiederherstellte.
Dennoch verkürzte Köthen noch auf 2:3 vor dem Halbzeitpfiff.

Es waren gefühlt gerade einmal alle Spieler auf dem Platz und schon schnappte sich das Team in Schwarz-Gelb den 3:3-Ausgleich.
Ein Dämpfer der Wirkung zeigte.
Während das Team auf dem Platz gegen die drohende Offensivwelle aus Sachsen-Anhalt ankämpfte, nahmen die verbleibenden Wechselspieler die Suche nach den Eckenmasken auf.
Die Masken fanden sich wieder ein, aber leider nicht die gewünschte Entlastung auf dem Platz, was nach minutenlangen Krampf zum 4:3 für den HC führte.
Auch die Ursache des Tores war schnell zu identifizieren.
Maik Hubatsch schwanden wohl die Kräfte und er musste unbedingt in der Vorwärtsbewegung des Gegners wechseln und ließ so Tobias Mierwaldt gar keine Chance mehr, um in den so wichtigen Zweikampf zu gelangen.
Nicht einmal zwei Minuten nach dem letzten Torjubel, der nächste Gegentreffer und das ganz ohne Gegenwehr.
Das 5:3 ließ sich wie eine Einladung sehen, denn weder der Sturm noch das Mittelfeld verhinderten einen Querpass durch alle Reihen des MSV und der Rest war nur noch Formsache.
Wenigstens gab es noch einen Funken an Hoffnung, als Tobias Mierwaldt in einer Spielertraube den Ball zu Sebastian Mücke spielte und dieser den schon geschlagenen Torhüter einfach überschlenzte.
Der Anschluss ließ nicht einmal eine Minute nach dem 5:3 auf sich warten.
Die Sachsen-Anhalter rochen den Braten, gaben noch einmal alles und schossen 10 Minuten vor dem Ende das 6:4.
Bei dieser turbulenten Partie war es zu früh, um von einer Vorentscheidung zu sprechen und Bautzen startete noch einmal die Schlussoffensive.
Unzählige Paraden beider Keeper und fehlende Übersicht in entscheidenden Angriffen verhinderten weitere Tore in dieser Begegnung und so drehte das Team aus Köthen den Spielstand zu ihren Gunsten.
Die Senfstädter hingegen mussten ihre Ambitionen auf den Einzug in die Endrunde für diese Saison wohl ad acta legen, trotz noch 4 verbleibender Saisonspiele.

Für den MSV Bautzen 04 spielten: Robert Müller (Tor), Maik Wobad (2), Maik Hubatsch, Gabor Günther, Martin Böhmer (1), Sebastian Mücke (4), Tobias Mierwaldt, Andreas Dreßler und Florian Wojtas.

eingetragen am: 08.02.2018