Direkt zum Inhalt springen
MSV Bautzen 04 e.V. Mein Sportverein - Abteilung Hockey
Mehr Informationen
Inhalt

Spielbericht 2. Spieltag der Hallensaison 17/18 in der 2. MD Liga

Punktejagd in weiter Ferne

MSV Bautzen 04 – Leipziger SC III 7:1 (3:0)

Nur eine Woche nach dem ersten Spieltag ging es für die Herrenmannschaft aus der Oberlausitz erneut auf Punktejagd.
Auf dem Hallenboden in Staßfurt begegneten sie in den Morgenstunden der dritten Vertretung vom Leipziger Sportclub.
Anstatt auf Frank, Robert, Jens oder Ralf im Tor zurückgreifen zu können, musste Trainer Sebastian Mücke dieses Mal Rico Bärsch zwischen die Pfosten stellen, da alle anderen entweder aus gesundheitlichen oder arbeitstechnischen Gründen abwesend waren.
Bautzen eröffnete die Begegnung mit einer großen Sturm- und Drangphase und ließ Leipzig nicht allzu viel Raum zum Entfalten.
Bei den daraus resultierenden Chancen stand der MSV dem eigenen Torerfolg im Weg und vergab zahlreiche Möglichkeiten für die Führung.
Etwa zehn Minuten waren vergangen, da erkämpfte sich Leipzig einen Freischlag in Aussichtsreicher Position.
Nach einem schnellen Ballwechsel vor dem Schusskreis wurde der Ball scharf auf Höhe des 7-Meter-Punkts gespielt, wo schon Maik Wobad der sofort in den Kontermodus umschaltete.
Schnell noch ein Doppelpass mit Martin Böhmer und schon stand der Kapitän frei vor dem Torhüter, der das 1:0 nicht mehr verhindern konnte.
Nur einen Augenblick später hätte es auch schon fast wieder Unentschieden stehen können, nur der Handschuh von Bärsch verhinderte den Einschlag des Balles am langen Pfosten und so gab es nur eine Strafecke.
Die hatte es aber auch in sich, denn die Messestädter spielten eine Variante mit Ableger, die wiederum Bärsch gerade noch so mit einem Hechtsprung und seinem Schläger entschärfen konnte.
Danach verflachte die Partie zunehmend.
Erst in der Schlussminute rappelte sich Bautzen noch einmal auf und belohnte sich mit einer Strafecke.
Gabor Günther spielte den Ball von der Grundlinie auf Maik Hubatsch, der für Maik Wobad stoppte und seinem Teamkapitän das 2:0 stark auflegte.
Mit zwei Toren in Front ging es auch in die Halbzeitpause.

Der am ersten Spieltag verletzte Mücke übernahm in seiner Rolle als Trainer die sehr sachliche Halbzeitansprache, schärfte den Fokus seiner Herren noch einmal und warnte vor voreiligen Gedanken an den Sieg.
Diese Ansprache trug schon eine Minute später Früchte, als das gleiche Trio aus der ersten Halbzeit die Strafecke zum dritten Tor der Begegnung einnetzte.
Präziser Spielaufbau ermöglichte immer wieder Nadelstiche in der gegnerischen Abwehr.
Florian kreierte eine dieser Aktion mit einem Seitenwechsel auf Gabor, der kurz darauf Martin im Mittelfeld bediente.
Martin Böhmer bahnte sich seinen Weg zum Tor und vernaschte den Schlussmann aus Leipzig mit einem sehenswerten Lupfer zum 4:0.
Trotz des vierten Treffers rief der Trainer immer wieder von außen „konzentriert bleiben!“, da in manchen Zweikämpfen die gewohnte Härte fehlte.
Das fünfte Tor ließ nicht lange auf sich warten und ging erneut auf das Konto von Bautzen.
Gabor Günther versenkte im Nachschuss eine kurze Ecke, die vorher Maik Hubatsch durch eine hochprozentige Chance herausholte.
Leipzig traute sich nun aus dem Schneckenhaus wieder heraus und erspielte sich einige gute Chancen.
Das Team aus Bautzen zeigte aber kaum schwächen gegen den LSC.
Maik Wobad unterbrach einen Spielaufbau von Leipzig und passt auf Höhe der Grundlinie auf den gut postierten Tobias Mierwaldt, der sein zweites Saisontor nervenstark über die Linie schieben konnte.
Unbeeindruckt versuchte Leipzig das Ergebnis zu korrigieren und schnappte sich einen ungenauen Ball in der Abwehr von Bautzen.
Als die Defensivabteilung schon geschlagen war, mimte Bärsch die Bahnschranke, ließ sich seitlich fallen und parierte den zu weit vorgelegten Ball des Gegners in höchster Not.
Die richtige Antwort lieferte erneut der Kapitän höchstpersönlich.
Martin Böhmer schaltete in der Abwehr schnell und spielte Maik Wobad im Sturm an, der den Ball im Fallen zum 7:0 versenken konnte.
Die letzte Szene der Begegnung gehörte aber Leipzig.
Als Tobias Mierwaldt gerade seine Strafzeit seiner grünen Karte abgesessen hatte, musste er ganz flink nach hinten in die Abwehr zur Schlussstrafecke.
Das in Rot spielende Team aus der Messestadt durfte sich dank der Ecke noch in die Torschützenliste eintragen und sorgte für einen hängenden Kopf beim Ersatzkeeper, der den Wunsch einer Null auf der Anzeigentafel somit nicht erfüllen konnte.
Dank dieses 7:1 fuhr der MSV Bautzen die Punkte vier, fünf und sechs verdientermaßen ein.

SG Motor Gohlis – MSV Bautzen 04 3:0 (0:0)

Kantersiege sind zwar Balsam für die Seele, dennoch machen sie es schwer das Team wieder auf die neue Partie einzustellen.
Der ungeschlagene Tabellenführer aus dem Norden von Leipzig machte schon bei der Erwärmung klar, dass sie kein Kanonenfutter diese Saison darstellen werden.
Dank der hervorragenden Reflexe beider Schlussmänner und der gnadenlosen Arbeit der Abwehrverbunde gab es viele Minuten nach Anpfiff kein einziges Tor zu verzeichnen.
Alleine der Stürmer Maik Hubatsch hätte mit seinen vielen Chancen mindestens ein Tor schießen müssen, doch es ging auch ohne Tore spannend zu.
Unzählige Zweikämpfe später ertönte der kurze und schrille Ton der Hallenuhr für die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Bautzen zwar einen guten Start mit 3 guten Chancen, doch genau nach diesen Chancen überwindete Gohlis mit einem Konter den herauseilenden Rico und erfreute sich über das erste Tor der Begegnung.
Der auf die Linie zurückgeeilte Gabor wollte den geschlagenen Keeper in der Situation noch retten, bekam den Torschuss aber ans Knie anstatt auf den Schläger.
Die Senfstädter gaben sich nicht auf, mussten aber mit ansehen, wie Gohlis immer stärker wurde.
Eine Strafecke konnte Rico mit dem Handschuh halten, doch der Nachschuss ging verdeckt ins lange Eck und ließ den Schläger vom Keeper vor Wut fast zerbrechen.
Wäre der Ball nicht direkt wieder zum Gegner gegangen, hätte das 2:0 verhindert werden können.
Als dann auch noch eine falsche Entscheidung eines Unparteiischen dem Gegner eine Strafecke schenkte, war die Begegnung so gut wie gelaufen.
MoGoNo erzielte auch bei dieser Ecke wieder ein Tor und erhöhte auf 3:0.
Doch Bautzen gab weiterhin alles und kämpfte bärenstark um den Anschluss.
Leider war das Glück einfach nicht auf der Seite des MSV in dieser Partie und so gab man sich mit diesem Ergebnis geschlagen, ohne je aufgegeben zu haben.
Auf die Leistung der ersten Halbzeit lässt sich in den kommenden Spielen sicher aufbauen und dann ist auch die Stammkraft Frank Grosche wieder zustelle, um sein Team die Bude sauber zu halten.

Für den MSV Bautzen 04 spielten: Rico Bärsch (Tor), Andreas Dreßler, Gabor Günther (1), Florian Wojtas, Maik Wobad (4), Martin Böhmer (1), Tobias Mierwaldt (1) und Maik Hubatsch.

eingetragen am: 28.11.2017